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Die positiven Signale mehren sich

Immer mehr Indikatoren deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal die Talsohle endgültig durchschritten hat und im dritten Quartal sogar ein leichtes Wachstum möglich ist.

Die Serie guter Nachrichten aus der Industrie setzt sich fort: Nach Aufträgen und Exporten stieg im Juni auch der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe. Er legte um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag (10.08.2009) mitteilte. Bereits im Mai hatte es ein saisonbereinigtes Plus von 4,4 Prozent gegeben - das war der stärkste Zuwachs seit der Wiedervereinigung. "Wir sehen eine Stabilisierung, aber auf niedrigem Niveau", hieß es beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Auch die Aussichten für die kommenden Monate sind positiv, nachdem die Industrie im Juni das stärkste Auftragswachstum seit zwei Jahren verzeichnete - vor allem wegen der steigenden Auslandsnachfrage. Dadurch nahmen die Bestellungen den vierten Monat in Folge zu. Trotzdem leidet die Schlüsselbranche mit ihren zahlreichen Weltmarktführern noch immer unter der globalen Rezession: Von Januar bis Juni lag der Umsatz um 20,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. "Das zeigt, dass die Lage angespannt bleibt", schrieb der BDI. Der Tiefpunkt sei zwar erreicht, ein Aufschwung aber noch nicht in Sicht.


Frühindikatoren zeigen nach oben
Vier Mal in Folge ist die deutsche Wirtschaft in einem Quartal geschrumpft - in der Periode von April bis Juni könnte der Abwärtstrend jedoch endgültig gestoppt sein. Das prognostiziert der "Handelsblatt"-Barclays-Indikator, den die Wirtschaftszeitung am Montag veröffentlichte. Demnach ist für das zweite Quartal von Stagnation auszugehen, für das dritte Vierteljahr sogar von einem Wachstum von 0,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt gibt die genauen Zahlen für das zweite Quartal am kommenden Donnerstag bekannt.

Auch die Commerzbank sieht Zeichen für eine konjunkturelle Erholung. Der Commerzbank-Frühindikator, der so genannte "Early Bird", legte weiter auf 1,38 Punkte zu, wie die Bank am Montag mitteilte. Der erneute Anstieg im Juli zeige "immer bessere konjunkturelle Rahmenbedingungen in Deutschland" an. Dies lasse aber nicht notwendigerweise auf einen starken Aufschwung schließen. "Es zeigt aber, dass die belastenden Faktoren schon äußerst gravierend sein müssen, um eine spürbare Erholung der Wirtschaft zu verhindern", heißt es bei der Commerzbank.

Quelle: Deutsche Welle / DW-WORLD.DE

komplette Meldung: http://www.dw-world.com/dw/article/0,,4555214,00.html