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Fachbegriffe aus der Medienwelt
Stichwortlexikon
Das nachfolgende Stichwortlexikon wurde ursprünglich für unsere Praktikanten erstellt und erklärt einige Fachbegriffe aus der Print- und Online-Medienwelt. Es ist nicht vollständig und wird erweitert.
| Advertorial | Anzeige, die wie ein redaktioneller Text aufgemacht ist. Das deutsche Presserecht verlangt eine klare Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung und damit eine Kennzeichnung des Advertorials als Anzeige. |
| Affiliate-Marketing | Mithilfe des Affiliate-Marketing versucht ein Online-Händler, über die Website eines Partners den Affiliate neue Vertriebskanäle zu eröffnen. Für Nutzer, die über Affiliates an die Website des Händlers weitergeleitet werden oder über Affiliates einkaufen, erhält der Partner eine Provision. |
| Antizyklische Werbung | Das Prinzip, gegen Konjunktur- und Marktentwicklungen (deren wiederkehrende Schwankungen werden Zyklen genannt) zu werben. Antizyklische Werbung setzt ihre Schwerpunkte dann, wenn Konjunktur oder Markt rückläufig sind. Der Begriff wird auch auf eine bestimmte Art saisonaler Streuplanung angewandt: In diesem Fall macht sich antizyklische Werbung in allgemein werbeschwachen Zeiten (z.B.Sommerloch) bemerkbar und sorgt oft für einen höheren Bekanntheitsgrad, da die Mitbewerber oft zyklisch (also weniger) werben. |
| B2B (Business-to-Business) | Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen. Marktforscher prognostizieren, dass in den kommenden Jahren bis zu 90 Prozent der Umsätze innerhalb des E-Business auf den B2B-Bereich entfallen werden. Unterschied: B2C. |
| B2C (Business-to-Consumer) | Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Endkunden. |
| Banner | Werbefläche in einer Online-Publikation. Es gibt statische Banner mit unbewegten 2D-Grafiken und animierte Banner mit GIF oder FLASH, interaktive Banner sind mit einem Link meist zur Website des Werbungtreibenden versehen. |
| Beilage | Der gesamten Auflage oder einem Teil der Auflage einer Zeitung können Werbe-Beilagen (Prospekte), die der Auftraggeber dem Verlag anliefern muss, beigelegt werden. Diese dürfen ein bestimmtes Format und ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten. Sie werden nach Menge und Gewicht berechnet. Sie dürfen nicht zeitungsähnlich gestaltet sein und keine Fremdanzeigen enthalten. Die Beilage ist ein gedrucktes Werbemittel, das einer Zeitung oder Zeitschrift lose beigelegt wird. Wegen der relativ kurzfristigen Anlieferung (bei Zeitschriften oft weniger als eine Woche vor Erstverkaufstag) sowie der Möglichkeit, regionale Teilauflagen zu belegen, bietet die Beilage dem Inserenten die Möglichkeit, Verkaufsaktionen auch über Zeitschriften zeitlich und regional gezielt zu unterstützen (siehe auch Teilbelegung). |
| Content Pages | Alle Seiten einer Online-Präsenz, bei denen es sich nicht um reine Werbe- oder Navigationsseiten handelt. Das IVW-Verfahren zählt ausschließlich Content Page Impressions. |
| CRM (Customer Relationship Management) | Oberbegriff für alle Maßnahmen zur Kundengewinnung und -pflege. Ziel ist die individuelle Betreuung des Kunden. |
| DPI (Dots per inch) | Punkte pro Zoll. Maßeinheit für die Bildauflösung bei Druckern, Monitoren und Scannern. Dpi gibt an, in wie viele Bildpunkte (Pixel) pro Inch (2,54 cm) ein Bild geteilt wird. Auflösung bedeutet dabei die Anzahl der Bildpunkte pro Quadratzentimeter. |
| E-Brand (elektronische Marke) | Was in der Offline-Welt Allianz und Porsche sind, sind in der Online-Welt Amazon und Yahoo. Gerade im Dschungel des Internet ist der Aufbau einer Marke besonders wichtig, doch bisher haben dies nur wenige Unternehmen geschafft. |
| E-Business (Electronic Business) | E-Business ist die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Erfordert neue Unternehmensstrukturen. Siehe auch E-Commerce. |
| E-Commerce | Electronic Commerce ist eine Teilmenge des E-Business und bezeichnet den Handel mit gewerblichen oder privaten Kunden via Internet. Unmittelbar übers Netz schicken lassen sich alle digitalen Produkte wie Software. Prinzipiell lassen sich aber alle Waren per Internet handeln. Bei Verbrauchern besonders beliebt sind Online-Auktionen. |
| Electronic Publishing | Elektronisch distribuierte Verlagsangebote auf CD-Rom, Disketten, proprietären Diensten oder im Internet. |
| FAQ (Frequently Asked Questions) | Häufig gestellte Fragen. Weit verbreitete Online-Dienstleistung, bei der immer wiederkehrende Fragen beantwortet werden. FAQ sind eine gute Möglichkeit für einen Neuling, Informationen über bestimmte Aspekte zu erhalten. |
| Flash | Software der Firma Macromedia (http://www.macromedia.com/de), die sich besonders gut zur Erzeugung von Animationen eignet und zum Quasi-Standard geworden ist. Als Plug-in ist Flash in den neueren Browser-Versionen von Netscape und Microsoft integriert. |
| Interaktiv | Medien wie das Internet erlauben im Gegensatz zu klassischen Medien wie TV oder Print, dass der Nutzer in das Informationsangebot eingreift und den Ablauf selbst steuert. |
| IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) | Seit Oktober 1997 überprüft die IVW nicht nur die Reichweiten der klassischen Print-Medien, sondern auch die Reichweiten der Online-Angebote. |
| Microsite | Mit eigener URL versehener Teil einer Website. Oft Bestandteil einer zeitlich begrenzten Marketingmaßnahme. |
| Multimedia | Auf digitaler Grundlage basierendes Zusammenspiel von Bild, Ton, Text und Grafik. |
| Nanosite(Zwergsite) | Website, die nicht in einem eigenen Browserfenster erscheint, aber dennoch aus mehreren Einzelseiten bestehen kann. Der Vorteil liegt darin, dass der User die ursprünglich aufgerufene Website nicht verlassen muss. Meist in der Art eines Banners gebräuchlich. Dann zwar aufwendige Werbeform, die jedoch das direkte Bestellen einzelner Produkte erlaubt. |
| Netpromotion | Jedes Online-Angebot muss auch im Netz selbst kommuniziert werden. Neben Bannerwerbung eignen sich dafür Promotionmaßnahmen wie Einträge in Suchmaschinen oder entsprechende, Netiquette-gerechte PR in Newsgroups oder E-Mail-Listen. |
| Newsgroups | Öffentlich zugängliche Nachrichtenbereiche im E-Mail-Netz Usenet, bei denen sich Nutzer an sie interessierenden Diskussionen beteiligen können. |
| Page Impressions | Neuerer Begriff für Page Views und als solcher wichtiges Kriterium für die Reichweiten-Analyse der Online-Angebote. Gemessen wird die Anzahl der Sichtkontakte beliebiger Nutzer mit einer potenziell werbungführenden HTML-Seite, d. h. die Nutzung einzelner Seiten eines Angebotes. |
| Page Views | Veralteter Begriff zur Reichweiten-Analyse der Online-Angebote. |
| Pull | Gegensatz zu Push: Pull-Marketing basiert auf dem grundlegenden Gedanken, dass Nutzer des Internet großes Interesse an Interaktivität haben. Konsequenz für Contentanbieter, so die Schlussfolgerung der Pull-Anhänger: Es kommt darauf an, Internetnutzer immer wieder auf die entsprechenden Websites zu ziehen und den Content permanent zu erneuern. |
| Push | Gegensatz zu Pull: Bei Push-Technologien werden Nachrichten und Infos dem Nutzer auf den Schirm geliefert. Nach einem Höhepunkt Mitte der 90er Jahre inzwischen kaum noch gebräuchlich. |
| Qualitativer TKP (Tausend-Kontakt-Preis) | Die Kosten pro 1000 AdClicks. |
| Quantitativer TKP (Tausend-Kontakt-Preis) | Die Kosten pro 1000 AdImpressions. |
| Screenshot | Fotografie des PC-Bildschirminhalts oder eines Teils davon. |
| Session Length (Verweildauer) | Begriff zur Erfassung der Medialeistung von Online-Werbung. Session Length gibt Auskunft über die Dauer eines Besuchs auf einer Website. |
| Site-Promotion | Werbung für Websites auf anderen Websites oder in klassischen Medien. |
| Skyscraper (Wolkenkratzer) | Vertikale Webanzeige im Riesenformat, einer größeren Printanzeige ähnlich. Vorteil: Viel Platz, hoher Aufmerksamkeitswert. Nachteil: Die Abgrenzung vom redaktionellen Content ist nicht immer evident, wenn auf eine Kennzeichnung als Anzeige verzichtet wird. |
| Statischer Banner | Die Urform des Banners: Einfacher grafischer Banner ohne Animation. Führt beim Anklicken auf die verlinkte Site des Werbungtreibenden. Gelegentlich noch in der Art einer Windows-Systemmeldung oder als Scrollbar aufgemacht, um den Nutzer zum Klick zu verführen. |
| Targeting | Ad-Server-Tool zur zielgruppengenauen Ansprache von Nutzern. Die Schaltung der Online-Anzeige erfolgt nach verschiedenen Auswahlkriterien wie Betriebssystem, Browser, Domain, Frequency oder Tageszeit. |
| Templates | Mustervorlagen für ein Dokument, die wesentliche Layoutelemente enthalten, sozusagen ein Layout-Skelett, das der Anwender jeweils mit neuen Inhalten füllt. |
| Traffic (Verkehr) | Nachfrage des Online-Angebotes. Traffic Building, also die Maximierung der Nutzerzahlen, ist eines der wichtigsten Ziele eines Online-Engagements. |
| Transaktive Banner | Alle relevanten Produktinformationen und Sales-Services sind direkt vom Banner aus zu erreichen, der User muss die von ihm aufgerufene Website nicht verlassen. Zielvorstellung: Das Unternehmen geht zum Kunden und nicht umgekehrt. |
| User-Tracking | Online-Vermarkter identifizieren den Browser des Users, registrieren sein Surfverhalten und legen genaue Kundenprofile an, um ihm spezielle Werbebanner auf den Bildschirm zu schicken. Geschieht meist mit Hilfe von Cookies. Kritiker fürchten, das User-Tracking könne zum gläsernen Kunden führen. Begriff aus der Online-Reichweitenanalyse. Gemeint ist damit die Zeit, in der ein potenziell werbungführender Teil eines Nutzungsvorgangs sichtbar ist. |
| Visits | Wichtiges Kriterium zur Reichweiten-Analyse von Online-Angeboten. Ein Visit bezeichnet einen zusammenhängenden Nutzungsvorgang (Besuch) eines WWW-Angebots und definiert damit den Werbeträgerkontakt. Als Nutzungsvorgang zählt ein technisch erfolgreicher Seitenzugriff eines Internet-Browsers auf ein aktuelles Angebot. |
| Webkatalog | Redaktionell aufbereitende Dienste, in denen der Nutzer nach Informationen zu bestimmten Angeboten suchen kann. Bekannte Kataloge sind u. a. Web.de und Yahoo. |
| Web-Publishing | Das Bereitstellen von Informationen im WWW - das können Online-Ausgaben von Printtiteln, Banner oder Homepages von Unternehmen sein. |
| Webtracking | Messung der Medialeistungen von Online-Diensten und des Internet, basierend auf der Auswertung der Logfiles. |